Nach der Tour ist vor der Tour

Nur keine Müdigkeit vorschützen: die Horber Berg-und-Tal-Sightseeing-Tour noch in den Knochen machen wir uns am Pfingstmontag auf zur Streckenerkundung bei Hildrizhausen.

Ganz ehrlich, nach der Sonntags-Extra-Tour mit Susi und Andree und einem Dutzend Wanderwölfen wäre ich lieber länger liegen geblieben und hätte den Tag vertrödelt. ABER: Gegen den inneren Schweinehund helfen Verbündete. In unserem Fall: Vroni und Micky mit Hildrizhäuser Heimvorteil. Mit denen hatten wir uns in weiser Voraussicht schon länger zur Testwanderung für die Wanderwölfe-Juli-Tour verabredet.

 

Pünktlich um 10:30 Uhr geht's los in Hildrizhausen auf dem Netto-Parkplatz. Strahlender Sonnenschein und *huuuuuiiiiii* die Windsbraut, dass ich mein quietschgrünes Wanderwölfe-Käpple lieber am Revers hängen lasse. Nach den üblichen Anfangsschwierigkeiten, den Einstieg in die geplante Route zu finden, kommen wir irgendwann quer durch's Unterholz wieder an einen Weg. Vroni meistert den vor uns liegenden Graben mit einem eleganten Sprung. "Kleines dickes Cordula" etwas weniger graziös quasi auf allen Vieren.

 

Manche Wegabschnitte machen wir doppelt, weil wir (ich!) wichtige Abzweigungen übersehen/verschwätzen. ... ENDLICH nach 7 km (gefühlt 17 km) kommen wir ziemlich platt am Kohlweiher an. Zeit für's RUCKSACKVESPER!

 

Mann, Mann, Mann, junge Leute haben ein ganz schön flottes Marschtempo. Da kommt ne angegraute 50plus-Wanderin wie ich ganz schon ins Grübeln. Wenn sie denn Zeit zum Nachdenken hat.

 

 

Zum Glück ist Vroni heute auch nicht ganz so sportlich unterwegs wie sonst, also beschließen wir die Tour unserer Tagesform anzupassen und deutlich abzukürzen.

 

Das stellt sich hinterher als Gewinn heraus: Wir entdecken das ganz neu am Pfingstsamstag eröffnete  "Café Fuchsbau" und reservieren direkt die Wanderwölfe-Einkehr für die Juli-Tour.

Alles in allem verspricht das eine tolle Tour zu werden, auch für den (**dann hoffentlich!**) Hochsommer. Viele Bäche, Tümpel und für Schönbuchverhältnisse relativ wenig andere Menschen (Radfahrer). Dafür ein paar schöne, gut übersichtliche Freilauf-Flächen.

 

 

 

Den krönenden Höhepunkt hebt sich ausgerechnet der ansonsten wie immer bilderbuchbrave "Paule" bis zum Schluss auf und suhlt sich ausgiebig in frischer (Schweine?-)Gülle.

Da hab ich auf der Heimfahrt noch was davon!

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Kommentare: 2
  • #1

    Marcella Becker (Mittwoch, 22 Mai 2013 11:26)

    Klasse Beschreibung der Tour! Hoert sich nach Spass an. Paule hat da offensichtlich einen Bruder: Picasso laesst auch nichts uebelriechendes aus:)

  • #2

    Cordula (Mittwoch, 22 Mai 2013 11:34)

    Und ich habe bis heute (!) heldenhaft der Versuchung widerstanden, ihn zu baden. Sonst riecht er nach Shampoo+Gülle, dann doch lieber nur eine Kopfnote pur ...