YES, we CARE !!!

Samstag, 8. März 2014.

Bestes Fußballwetter. Der VfB hat ein Heimspiel im Neckarstadion.

 

Und bestes Demo-Wetter.

In Stuttgart waren gleich mehrere angesagt: zum Internationalen Frauentag, Demo der Hebammen, Demo der Muslimbrüder, großer Flohmarkt am Schlossplatz ... da könnt ihr euch vorstellen, dass in Stuttgart die Bären tobten.

 

Mittendrin und vorne dabei: die vereinten Wanderwölfe-Nationen in Person von Bärbel (aus Polen), Lupo (aus Spanien), Jette (aus Serbien) und Paul (nochmal Spanien), die mit ihren Frauchen zum Teil per aufregender Bahnfahrt angereist waren, um Präsenz zu zeigen beim Thema "Hundetötungen in Rumänien".

Einen ganzen Kilometer lang war der Protestzug, der sich durch die Stuttgarter Innenstadt schlängelte. - Allein in Stuttgart. Fast ebenso lang der Protestbrief, den Kinder in mehreren Schulprojekten unter Schirmherrschaft von Prinzessin Maja von Hohenzollern geschrieben und gemalt hatten. Ein richtiges Positions-Papier gegen grausames Morden.

 

Mal abgesehen von den "hard facts", dass UNSERE Steuergelder dazu verwendet werden, um Fang- und Tötungsaktionen zu finanzieren - was an sich schon unglaublich genug wäre - versammeln sich unter dem beschönigenden Begriff "Euthanasie", den der Laie beruhigt als "einschläfern" wahrnimmt, grausamste Tötungsarten, die mit "einschläfern" überhaupt NICHTS zu tun haben. Wir sprechen von TOTSCHLAGEN, VERGIFTEN (Frostschutzmittel injizieren), bei lebendigem Leibe mit Benzin übergießen und ANZÜNDEN oder VERHUNGERN lassen. Was muss das für ein gefühlloses Raubtier sein, dem sowas einfällt? - Können ja nur Exemplare aus der Gattung "Hominiden" sein. MENSCHEN möchte man sie gar nicht nennen.

 

Wie bekannt wurde, fangen fahrzeug- und kommunikationstechnisch bestens ausgestattete Trupps die Tiere ein, bringen sie in ein "Tierheim" (Vergleiche mit KZ wären sicherlich nicht ganz aus der Luft gegriffen), verwahren sie dort 14 Tage oft ohne Futter, ohne Wasser ... und üben dann ihr grausiges Handwerk. Nix für zart besaitete Gemüter.

 

Menschen, deren Familienhund "versehentlich" in diese Maschinerie geriet, haben nur wenig Hoffnung, ihren Hausgenossen jemals (lebend) wiederzusehen. Öffnungszeiten oder gar Beratung suchender Hundehalter wie wir sie als selbstverständlich von unseren Tierheimen einfordern, gibt es nicht. Es geht wirklich zu wie im Gefangenenlager. Wer drin ist, bleibt drin. Wer nachzufragen wagt, riskiert "eins aufs Maul" zu kriegen.

 

Pikant:

250 Eu an EU-Fördermitteln gibt es für jeden getöteten Hund.

PLUS Futter- und Betreuungskosten pro Hund für 14 Tage. Macht 70 Eu pro Vierbeiner. Ein lukratives Geschäft.

Ein Geschäft, für das wir unsere gewählten Volksvertreter in Berlin und Brüssel gehörig auf die Finger klopfen sollten!

 

Dabei wären Kastrationsprogramme deutlich billiger. Und effizienter.

"Tierhilfe Hoffnung e. V." hat es vorgemacht: Eine Population um die 33.000 Hundeköpfe ging nach flächendeckender Kastration zurück auf rund 4.500 Tiere. Dann wurde das Programm staatlicherseits eingestellt. Mit fatalen Folgen ... Population heute: 33.000 Hunde ...

(Europäische) Politik und gesunder Menschenverstand sind leider viel zu selten in Personalunion anzutreffen.

 

 

Doch das wirklich dicke Ende kommt erst noch:

Glaubt denn ernsthaft jemand, dass Menschen, die solchermaßen zu gefühlstoten Schlächtern werden, nach Feierabend mit dem Wechsel der Arbeitskleidung sich in "treu sorgende, liebevolle Familienvater / Söhne / Ehemänner"  zurückverwandeln?

Was da an Gewalt und Grausamkeit wie selbstverständlich in die Familien getragen wird, daran wird nicht nur die rumänische Bevölkerung noch über mehrere Generationen zu knabbern haben.

 

Wehe denjenigen, die sich im Alter einmal von den Erwachsenen pflegen lassen müssen,

die heute mit so selbstverständlicher Gewalt vor Augen ihre Kindheit verbringen ...

Man braucht nicht viel Fantasie sich auszumalen, dass dann der Schritt zur allgemeinen Alterseuthanasie für Zweibeiner per Verwaltungserlass nicht mehr weit sein kann. - Ob's dafür dann auch Geld aus Brüssel gibt?

Hier geht's zum → Fotoalbum, das Adina am Samstag geknipst hat.

 

Mehr Info über die europaweiten Protestaktionen gibt's auf Facebook
und auf so gut wie jeder Tierschutzseite, allen voran bei "Tierhilfe Hoffnung e. V."

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Kommentare: 5
  • #1

    Sabine (Dienstag, 11 März 2014 07:35)

    Hallo Cordula,
    das hast Du ganz super geschrieben, alle Achtung!
    Nur leider ist das Thema so unsagbar traurig. Ich hoffe, dass noch sehr viel mehr Menschen aufmerksam werden, damit dieses grausame und unwürdige Treiben an Lebewesen bald ein Ende hat.
    Liebe Grüße
    Sabine und Bärbel

  • #2

    Heinz Klenk (Dienstag, 11 März 2014 08:56)

    Was da passiert ist wirklich grauenhaft, aber die Leute in Brüssel/Straßburg, die dafür auch noch unser Geld zur Verfügung stellen, gehören als erste in diese "Anstalten" !!!!!!
    Es wäre ja interessant, wie unsere regionalen Abgeordneten sich zu dieser Sache stellen.......

  • #3

    Cordula (Dienstag, 11 März 2014 09:40)

    Dazu werden wir hoffentlich am 23.03. Gelegenheit haben: Der MdL der GRÜNEN für Tübingen, Herr Lede-Abal, hat seine Teilnahme bei der Einkehr nach unserer "Jakobsweg"-Wanderung in Aussicht gestellt.

  • #4

    Thomas (Dienstag, 11 März 2014 12:21)

    Respekt: Der Report "Yes, we care" ist Pulitzer-Preis würdig. Konnte leider am Samstag nicht dabei sein. Das nächste Mal bestimmt. Der Mensch kann sich gegen Missstände wehren und sich erheben. Das Tier nicht. Umso wichtiger ist es, dass möglichst viele Menschen aufstehen und Politikern und EU-Bürokraten die Stirn bieten.

    Einmal mehr bestätigt sich meine Überzeugung: "Fuck the EU"!

  • #5

    C. (Dienstag, 11 März 2014 15:41)

    Jo, Pulitzer. Und anschließend der Literaturnobelpreis ==:o))
    Aber: Dankschön für die Lorbeeren. Ich werde mich gebührend drauf ausruhen.

    Und die EU würd ich nicht so ganz in Bausch und Bogen in die Tonne treten. Das Schengen-Abkommen hat manches erst möglich gemacht, was für uns heute selbstverständlich ist. Einschließlich vereinfachter Tierrettung und Rentnerdasein auf Malle.

    Wir dürfen in Zukunft nur besser drauf aufpassen, WEN wir nach Brüssel schicken. Wer da aufs "Entsorgungs-Pöstchen" abgeschoben wird, kann doch gar nicht anders als Müll produzieren.