Neue Abenteuer im Kochhardtgraben

 

Mir war heute nach dem Graben: Also alles ins Auto gepackt und ab in die Etzwiesenstraße. Dort wurden wir buchstäblich schon empfangen (ca. 20 Pferde nebst Kutsche machten sich startklar). *Husch* einen kleinen Schlenker gefahren in die nächste Seitenstraße - dort war es dann der Schäferhundeverein, der sich sammelte. Also weiter Richtung Reusten, der nächste Feldweg tut es auch.

 

Endlich allein gings los, unter der Autobahnbrücke steil bergab. Pierre fing irgendwann an zu galoppieren und kam dann an der Talsohle heile an (wie rutschig staubtrockener Boden sein kann). Gottseidank sitzt das Kommando "Hinten" bei Liesel perfekt, und wir sind etwas später langsamen Schritts unten angekommen.

 

 

Dort ist dann aber der Adrenalinstau bei Liesel geplatzt und wir waren uns nicht mehr sicher, ob wir da wirklich Liesel am anderen Ende der 10-m-Leine hatten: rein in Bach, hoch den Buckel, rein ins Wasser (selbst als man einen halben Meter runterspringen musste).

 

 

Man muss sich schon wundern wie genau Liesel die 10 m abschätzt, ohne die Leine auf Zug zu bringen.

 

So sind wir dann mehr oder weniger gemütlich dem Bach entlang gewandert. Liesel mehr im Wasser als außerhalb, wir immer dreckiger: Staubbad + Wasser + Schütteln + Rumbalgen = dreckiger Mensch!

 

 

Die Stockenten sahen ihr Heil nur noch im Fluchtflug und selbst die Umweltsünden in Form von Autoreifen im Bach wurden von Liesel gründlich verschüttelt. Wie gut, dass unser neues Kommando "Liesel schau mal her" immer besser funktioniert und *schwuppdiewupp* ist sie bei mir.

 

 

Kurz vor dem Aufstieg nach Reusten haben wir dann ein schönes Plätzchen gefunden um uns üdüllisch am Bächle niederzulassen, die Sonne und die Ruhe zu genießen. Ich wollte dann bewusst ein Fußbad nehmen: Schuhe und Socken aus, Hose hochgekrempelt, rein in Bach ... STOPP! JETZT passiert's gleich!!!

 

Liesel im Bach, die Nase im Wind.

Liesel im Bach, die Nase senkt sich an die Wasseroberfläche,

dann geht es suchend, schnüffelnd langsam im Bach vorwärts.

 

 

Ich harre am Ufer der Dinge, die da wohl kommen, vorsichtshalber (man kennt ja seine Liesel!) die Leinenschlaufe noch etwas kräftiger umfaßt.

 

 

Ihr lauernder Blick, ein Fuß angehoben (like Vorstehhund) bringen mich dazu, in ihre Richtung gehen (barfuß).

- Blöder Fehler! - Ihr Sprung und mein Rennen waren eins mit meinem Aufschrei beim Anblick der RIESEN BISAMRATTE in Liesels Maul. Der hat sie (die Liesel, nicht die Ratte!) dann aber erschreckt und sie ließ die Ratte los. Liesel geht ab "wie Schmitz' Katz" ... nix wie ab und hinter der Ratte her. Ich am Ufer hinter Liesel her, über frische Brennesseln. Endlich der Stopp:  Liesel hatte es sich im Wasser bequem gemacht vor dem Loch in dem die Ratte verschwunden war.

 

 

Weißt du wie frische Brennesseln kribbeln???

Schnell ins Wasser aaaaaaaaaahhhhhhhhhh tut das gut .

 

 

Was nochmehr guttut in dem Moment:

Pierre sitzt am Ufer und grinst sich einen. Glaubt nicht an die Ratte, dachte eher Liesel sei abgesoffen und ich wollte helfen.

 

 

Ich hab dann Liesel überzeugen können ihre Warteposition zu verlassen und wir haben dann am Ufer unser Päuschen weiter genossen. Die Ratte kam dann auch wieder raus und ich konnte sie Pierre zeigen bevor Liesel, die Nase schon wieder diensteifrig im Wind, diesmal aber nur 50 cm Leine zur Verfügung hatte.

 

 

Wir hatten echt die Zeit vergessen und auf einmal kamen sie aus allen Richtungen:

Fahradfahrer, stockende Wanderer, musikliebende Teenis, Reiter ...

Und so machten wir uns auf den Rückweg, einem Trampelpfad folgend, immer der Liesel hinterher. Die hatte es auf einmal auch ziemlich eilig. Zum Schluß fast kriechend durch Schlehengestrüpp sind wir dann doch wohlbehalten an der Autobahnbrücke rausgekommen und nach dem staubig-rutschigen Anstieg zügig zum Auto.

 

*brrrr* schnell heim  und unter die Dusche.

 

 

 

Aber doch ein Sonntag nach meinem Geschmack,so richtig entspannt.

 

 

 

Liebe Grüßle

 

Ingrid

 

 

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