Tinte gibt's im Kaufhaus. Blut nicht.

 

 

Jede/r von uns hat diesen oder ähnliche Sprüche schon einmal gelesen und sich mehr oder weniger Gedanken zum Blutspenden gemacht.

 

WAS ABER, wenn "Bello" (pardon: "Belline") mal "Ersatzsprit" bräuchte ???

Im Gegensatz zur Humanmedizin gibt's in der Tiermedizin keine Blutkonserven!

Keine Blut-Banken, wo man den passenden "Stoff" auf Vorrat hätte.

Dabei gibt es viele Gelegenheiten, wo eine Blutspende dringend nötig ist:

 

Häufiger als das Unfallszenario, das als erstes vor unserem inneren Auge erscheint, sind Operationen mit starkem Blutverlust oder auch Blutmangelerkrankungen und schwere Gerinnungsstörungen, bei denen "Bello" auf die lebensrettende Spende angewiesen ist.

 

Nur durch Blutspenden erhalten Tierärzte und Tierkliniken die erforderlichen Vollblutkonserven, die sie für die Behandlung ihrer Patienten brauchen.

Wer kommt als Spender in Frage?

Jeder gesunde Hund, der/die

  • 1 - 6 Jahre alt ist;
  • mehr als 25 kg schwer ist;
  • sich in gutem Allgemeinzustand befindet;
  • keine chronischen Erkrankungen hat
  • vollständigen Impfstatus hat;
  • einen ruhigen, freundlichen Charakter hat.
  • einen Hundehalter hat, der den edlen Spender zu (fast) jeder Tages- oder Nachtzeit innerhalb einer Stunde in die Tierarztpraxis/Tierklink bringen kann.

 

Bei Hunden unterscheidet man zwar ebenso Blutgruppen wie beim Menschen, die Unterschiede sind jedoch im Ernstfall nicht so gravierend. Grundsätzlich kann jeder Hund, der die obigen Merkmale erfüllt, für jeden Hund spenden.

Was hat mein Hund / was hab ich davon - außer einem guten Gefühl?

Viele Tierkliniken bieten ihren Spendern und den Spender-Besitzern natürlich auch eine (oft eher symbolische) Gegenleistung für ihren Aufwand an. Das können sein

 

  • ein Blutcheck des Hundes (Blutbild und Organprofil)
  • eine tierärztliche Leistung (klinische Untersuchung oder Blutgruppenbestimmung)
  • oder auch eine finanzielle Aufwandsentschädigung

 

Übrigens: auch für Katzen werden hin und wieder Blutspenden benötigt.

Allerdings helfen da keine Hunde-Blutspenden. Das geht nur VON Katze FÜR Katze ...

 

Was sollte ich unternehmen, wenn mein Hund Blutspender werden soll?

 

Eure weiteren Fragen zum Thema beantwortet euch gerne unsere Fachfrau für Tiergesundheit und Mit-Wanderwölfin Jutta (die mit der Luna), die euch auch direkt eine passende Tierklinik empfehlen kann, wo ihr euren "Wolf" in die Blutspenderkartei aufnehmen lassen könnt ...

 

Falls ihr damit nicht bis zum nächsten Wanderwölfesonntag warten wollt, schreibt einfach eine Mail an wanderwoelfe@arcor.de

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Kommentare: 2
  • #1

    Heinz Klenk (Dienstag, 25 November 2014 10:45)

    Ich habe meine Anmeldung für die Blutbank heute zur Post gegeben, allerdings ist Nasja ja schon 5 Jahre alt und kann demnach nur noch 1 Jahr lang spenden.
    Aber da ich selber über 100 mal Blut gespendet habe, war das für mich gar keine Frage, dass ich sie anmelde.
    Viele Grüße
    Heinz & nasja

  • #2

    Jutta (Mittwoch, 26 November 2014 07:45)


    Liebe Wanderwölfe!

    Vielen lieben Dank für den tollen Artikel zwecks Blutspenden. Hoffe dadurch bekommen wir viele Spender und können damit kranken Hunden das Leben retten. Meist rupturierte Milztumore mit akuter Blutung in den Bauchraum.

    In der aktuellen Tierschutzzeitung 2/14 vom Tierheim Reutlingen ist unter Fotos bzw Impressionen 2014 ein Foto von Kangal "Mambo", den wir vom Tierheim als Blutspender zur Verfügung gestellt bekamen. Denn je größer und schwerer die Blutspender desto besser ... wie Kangals, Doggen, Irish Wolfshunde, Bernhadiner.

    Aber auch Luna hat schon mehrmals gespendet. Keiner braucht sich um seinen Spenderhund Sorgen machen: Luna ist fit wie eh und je. Sie weiß auch, dass man sich für paar Minuten still liegen bleiben eine riesen lecker Extraportion Futter verdienen kann.

    Viele Grüße
    Jutta