Bald ist Fastenzeit



In 14 Tagen ist Aschermittwoch.

Offizieller Beginn der Fastenzeit.


Auch für einige Hundehalter beginnt jetzt (wieder) das Maßhalten bei den "kleinen Sünden".


Manche können aber doch nicht ganz "ohne" und tricksen. Mit natürlichen Mitteln. Und mit häufig unterschätztem Gesundheitsrisiko für ihre Vierbeiner.

Eine immer beliebter werdende Möglichkeit der Gewichtsreduktion beim Menschen ist es, normalen Zucker in der Nahrung durch den kalorienarmen Austauschstoff Xylit zu ersetzen. Xylit (auch: Xylitol, Birkenzucker) ist seit längerem in vielen Produkten wie Kaugummis, Zahnpasta oder kalorienreduziertem Naschwerk enthalten und kann inzwischen auch als Pulver zur Verwendung in der eigenen Küche erworben werden.

Was vom Menschen anscheinend gut vertragen wird hat bei Hund, Katze und Kaninchen jedoch schnell tödliche Auswirkungen. Dosisabhängig führt es zu Zittern, Schwäche und Taumeln bis hin zu Koma und Tod des Tieres.



Bereits ab 1 Gramm Xylit pro Kilogramm Körpergewicht kann ein lebensgefährlicher Zustand auftreten.


Beim Durchschnitts-Wanderwolf also ab 20 g = 2 Esslöffel!


Xylit/Xylitol/Birkenzucker führt bei diesen Tieren zu einer massiven Insulinausschüttung mit nachfolgender lebensbedrohlicher Unterzuckerung.


Symptome treten bereits 10 Minuten nach der Aufnahme auf.

Erste Hilfe

Sollten Sie den Verdacht haben, dass Ihr Hund, Ihre Katze oder Ihr Kaninchen Xylit aufgenommen haben könnte, so bestreichen Sie umgehend die Maulhöhle mit Honig oder Zuckerlösung und suchen Sie sofort eine Tierarztpraxis auf.

 

Dort wird in kurzen Abständen der Blutzucker des Tieres gemessen und entsprechend Zucker über eine Vene zugeführt, bis die Wirkung des Xylits aufhört.

 

Bei schnellem Handeln sind die Überlebenschancen sehr gut!


Verantwortungsvolle Hersteller wie die Firma Xucker drucken deutliche Warnhinweise auf ihre Pulverdosen, in letzter Zeit werden aber immer mehr Produkte anderer Firmen ohne den Warnhinweis angeboten.So kann auch der Kuchen oder die Muffins der Nachbarin ungewollt und unbewusst eine tödliche Gefahr für Hunde darstellen. In wie weit Wursthersteller zukünftig Xylit in ihrer Produktion benutzen und ob dies dann deklariert werden muß, bleibt abzuwarten.


Karin Kirchgessner
Tierärztin in der Tierarztpraxis im Frauenviertel, Berlin-Rudow

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Kommentare: 1
  • #1

    Götz (Donnerstag, 05 Februar 2015 15:44)

    Bin durch die Seite auf die App GIFTKÖDERRADAR gestoßen.