Aus aktuellem Anlass

 

 

 

Eine unangenehme Entscheidung hatte der Vorstand auf seiner kurzfristig anberaumten Sitzung am 22.02. nach der Mitgliederversammlung zu treffen:

 

die Suspendierung eines Hund-Mensch-Teams.

Die Vorgeschichte

Im Oktober 2013 stieß ein Hund-Mensch-Team zu den Wanderwölfen, das sich schnell als "nicht ganz ohne" herausstellte. Man  fühlte sich in unserer Runde offenbar "pudel"wohl, und nutzte gerne und häufig die Möglichkeit zur Teilnahme an den damals zusätzlich ausgeschriebenen Vorbereitungswanderungen für Wanderwölfe-Touren. Inklusive unterwegs stattfindender persönlicher Hundehalterberatung und individuellem Hundetraining "für umme".

Rasch war klar: Diese Vierbeiner brauchen deutlich mehr als gelegentliche Sonntags-Wander-Bespaßung, um zivilisierte, verlässliche Mitglieder der Mensch-Hund-Gesellschaft zu werden. Erste großzügige Angebote, dem Zweibeiner zu einem guten Trainingsansatz für die beiden großen, kräftigen und ziemlich temperamentvollen Hunde im besten Rüpel-Alter zu verhelfen, kamen von hunde(vereins-)erfahrenen Mitwanderern bereits im Dezember 2013 nach einem Vorfall bei der Einkehr nach der Weihnachtswanderung. Der Zweibeiner bekundete zwar Interesse, vereinbarte Trainings-/ Beratungstermine wurden jedoch entweder kurzfristig per SMS abgesagt oder gar nicht erst wahrgenommen. Ohne Begründung. Ohne Entschuldigung. Bis heute.

 

Anfang April 2014 kam es dann wegen organisatorisch unvermeidlicher Änderungen für zwei Extra-Touren zum einseitigen Zerwürfnis des Zweibeiners mit den Wanderwölfen (siehe Blog-Beitrag 2-Klassen-System, 05.04.2014).

 

Seitdem ward jenes Hund-Mensch-Team nicht mehr bei den Wanderwölfen gesehen ...

... bis zur Kilchberg-Tour im November 2014.

Neuer Versuch

Doch bei den Wanderwölfen kriegt jede/r seine Chance. Wenn möglich auch mehrere.

Also haben wir trotz ernster Bedenken die "ollen Kamellen" zunächst auf sich beruhen lassen und erst einmal abgewartet, ob sich in der Zwischenzeit die erzieherischen / hundeführerischen Baustellen verbessert hätten.

 

Zwischen dem zuletzt bekannten Stand Ende März 2014 und den erneuten Wanderversuchen Nov.'14/Feb.'15 war kein Unterschied im Zusammenspiel zwischen Zwei- und Vierbeiner zu erkennen, jedenfalls nicht zum besseren. Bei beiden Touren, an denen das Team nach der selbstverordneten Wanderpause inzwischen teilgenommen hat, musste der Team-Zweibeiner mehrfach auf die Einhaltung der Rudel-Regeln und sogar auf deutlich vorhersehbare Gefährdungen / Konflikte aufmerksam gemacht werden, die von den Vierbeinern des Teams ausgingen.


Darüber hinaus war der Team-Zweibeiner mehrfach nicht in der Lage, seine Vierbeiner angemessen zu händeln. Auch nicht als eine bevorstehende potenziell brenzlige Situation (Begegnung mit einer anderen Hundegruppe) vom Wanderführer frühzeitig benannt war, die eigene Gruppe in üblicherweise ausreichendem Sicherheitsabstand zur Begegnungsstelle pausierte und die passierende Hundegruppe selbst für menschliche Betrachter lange vorher wahrnehmbar war (24.11./Eckhof, Pappelallee). Das Mobbing anderer Hunde durch die eigenen, egal ob Freiläufer oder an der Leine, wurde vom Zweibeiner komplett ignoriert bzw. nicht direkt im Ansatz unterbunden (22.02., mehrere Vorfälle).


Ferner berichteten etliche Mitwanderer nach der Kapellen-Tour am 22.02.2015 über mehrere bedrohliche Situationen unterwegs, mit teils erheblichem Verletzungspotenzial für Mitwanderer, wo der Zweibeiner erst reagierte, nachdem andere Mitwanderer eindringlich auf die Situation hinwiesen ... und "der Markt schon verlaufen war".

Die Konsequenz

Deshalb hat der Vorstand in seiner außerordentlichen Sitzung am 22.02.2015 beschlossen:

 

Das Problem-Team ist für zwölf Monate nicht zur Teilnahme
an Wanderwölfe-Touren zugelassen.

 

Begründung:

 

Wer wiederholt selbst einfachste Rudel-Regeln verletzt und grob fahrlässig das Gefährdungspotenzial ignoriert, das sein Vierbeiner mit sich bringt, bedeutet für unsere Veranstaltungen ein hohes Sicherheitsrisiko, sowohl für direkt beteiligte Mitwanderer als auch für das öffentliche Ansehen des gesamten Wandervereins.
Auch wenn laut unseren Statuten jeder Hundeführer für seinen Hund
im Schadensfall selber haftet, sind wir nicht bereit, dieses Risiko einzugehen.

 

Um zu untermauern, dass wir nach wie vor an "das Gute in jedem Hund" glauben, haben wir angeregt, man möge sich mit Hilfe eines professionellen Hunde(Führer)Trainers aktiv an die Aufarbeitung der bestehenden Baustellen machen und nach Möglichkeit die Begleithundprüfung ablegen.

 

Bei nachgewiesenem Trainingsbemühen (und vielleicht sogar bestandener BH-Prüfung) wollen wir ab März 2016 gerne einen neuen gemeinsamen Wander-Versuch wagen.

 

Wir sind nur ein Amateur-Wander-Verein. Professionelles Hunde(Führer-)Training und konsequente Erziehung durch den Hundehalter können wir nicht ersetzen. Allenfalls ergänzen.

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