Der Frühling beginnt finster

Wer am kommenden Freitag 20. März etwa zwischen 9 und 11 Uhr die Natur aufmerksam beobachtet, wird staunen:


Es herrscht ein seltsames Dämmerlicht, bei klarem Himmel sind zwischen den Schatten einzelner Blätter auf den Erdboden kleine Sicheln zu erkennen:


Deutschland erlebt eine partielle Sonnenfinsternis.

Wikipedia sagt dazu:

 

"(...) Die totale Verfinsterung beginnt östlich von Neufundland, der Schattenpfad umrahmt dann Grönland und Island auf seinem Weg durch das Europäische Nordmeer. Die Färöerinseln und Spitzbergen liegen in der totalen Zone. (...) In ihrer partiellen Phase kann die Finsternis von ganz Europa gesehen werden. (...)

 

Der Kernschatten des Mondes trifft die Erde erstmals um 9:14 UT (Universal Time) im Nordatlantik östlich von Neufundland (...) Nur 69 Kilometer vom Nordpol entfernt verlässt der Kernschatten um 10:21 UT die Erde.

 

Die partielle Phase der Finsternis ist von Europa, Nordafrika, dem Nahen Osten, dem westlichen Asien und Grönland zu sehen. (...) um 9:38 MEZ beginnt in Berlin der Mond sich vor die Sonne zu schieben, dort dauert die Finsternis bis 11:58 MEZ. Hier ist die Bedeckung um 10:47 MEZ mit 74,2 % am größten.

 

Aus der Sicht eines Betrachters wandert der Mond im Verlauf der Finsternis vom rechten zum linken Sonnenrand und überdeckt dabei einen entsprechend großen, oberen Teil der Sonnenscheibe.

 

(...) Die nächste von Mitteleuropa aus zu sehende Finsternis findet am 10. Juni 2021 statt, diese ringförmige Finsternis wird von dort auch nur partiell zu sehen sein."


Wer das seltene Himmelsereignis ausgiebig und gefahrlos betrachten möchte, sollte einen sicheren Augenschutz tragen, z. B. eine Sonnen-Sicht-Brille.


"Mutproben", bei denen derjenige gewinnt, welcher am längsten direkt in die Sonne schaut, können zu ernsthaften Augenschädigungen führen, weil der angeborene starke Drang zum Wegsehen nach einigen Sekunden direkten Sehens in die Sonne nachlässt. Da im Auge keine Schmerzrezeptoren vorhanden sind, verdampft ein Teil der Netzhaut unbemerkt. Danach tritt das gleiche Sehempfinden auf wie bei einer Makuladegeneration: Mitten im Sehfeld tanzt dann ein blinder Fleck, der nie wieder verschwindet.



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