26.04.2015 - Ein Wandersonntag mit Hindernissen

Samstagabend vor der Tour DER Super-GAU:

Wanderführerin Ingrid ist "von der Hexe geschossen" und meldet sich wanderuntauglich!


Götz und Cordula beschließen, dass die Tour trotzdem stattfinden soll. Man ist ja nicht ganz ortsfremd. Und zudem GPS-unterstützt. Notfalls würde die Tour halt ein paar zusätzliche "Schlenker" kriegen.


Also Ingrid und Pierre beruhigt,

die GPS-Daten aufs Smartphone geladen,

den Wetterbericht (Regen/Gewitter) nochmal hypnotisiert ... und ab ging die Post!

 

Die Bondorfer Schützen staunen nicht schlecht, was sich da vor ihrem Vereinsheim zusammen braut.

 

Bei bester Laune und strahlendem Sonnenschein geht's los.

 

... und schon nach den ersten 150 Metern wird klar:

Cordula ist in der Hektik falsch abgebogen *seufz*

Zum Glück hat Götz den Streckendurchblick und so finden wir bald auf den richtigen Weg.

 

Entlang des westlichen Kochardtgrabens geht es Richtung Hailfingen. Abseits der Radfahrerrennstrecke direkt neben dem Graben gibt es auf halber Hanglage ein paar schöne Wiesenwege, deren Halbschatten wir gerne nutzen.

 

Doch der unebene Untergrund ist eine hohe Herausforderung für Elke, die nach ihrem Skiunfal im Januar zum ersten Mal wieder mitwandert

... und sich zwar im Hintergrund aber dafür wacker mithält!

 

Und noch zwei Wanderer haben je ein zusätzliches Päckle zu tragen, im wahrsten Sinne des Wortes:


Jette und Paule trainieren (mit fast leeren, dafür aber brandneuen Packtaschen) für die nächsten Mehrtagestouren, damit sie in Zukunft ihre zusätzliche Wanderfutterration selber tragen können.


Die vielen Gräbele und Bächle entlang unseres Wanderweges führen nach dem langen Winter immer noch ziemlich viel Wasser. Das gefällt nicht nur unseren "Badenixen".

 

Auch die Menschen machen gerne immer wieder Halt. Für Ende April sticht die Sonne schon ziemlich ... und so mancher wird am Ende des Tages einen ordentlichen Sonnen-Brändy nach Hause tragen.

Mit hängenden Zungen erreichen wir das Vereinsheim der "Flinken Pfoten" in Tailfingen, wo wir bequem auf den Bänkle Rasten dürfen - Danke Dagmar!


Die Wanderführer gucken immer wieder besorgt in die tief hängenden, immer dichter werdenden Wolken. - Doch keiner stellt (laut) die Frage "Ob's hält?!".


Blooooß ned beschreien!!!


Sooo gemütlich ist's dort ... und das schwüle Wetter so anstrengend, dass wir beinahe "verhocken".


Doch einmal MUSS es sein: die nächste Etappe ruft.


Auf zum Aischbach!


Ja, da staunen selbst Leute, die jede Woche beruflich dort in der Nähe zu tun haben, welches landschaftliche Kleinod unterhalb vom "Schillinger" liegt.


Ohne Zwischenfälle erreichen wir Nebringen, machen einen Schlenker unter der Gäubahn durch und gehen dann auf ebenem Weg entlang der Bahngleise schon wieder Richtung "Hoamet".

Jagdliche Erfolge gibt's auch:

 

Vorlage - Luna,

Ausführung - Gioia.

 

Herrchens Kommentar:

"Die 10 g Maus ziehe ich dir heute Abend vom BARF-Futter ab. - Mer isch jô Schwoob!"

Immer lästiger wird uns allen die Schwüle. Die Wolken wirken wie Brenngläser.

 

Und so teilen sich unsere Fellnasen kurz vor dem nächsten Bächle geschwisterlich die letzten Wasserschlückle ... Luna mit Sherlock, Freya mit Joschi, Amurak mit Lui.

 

Es geht ein bissle zu wie auf'm Basar ... und alle sind zufrieden ==:o))


Da entlockt sogar die "Mutprobe" auf der Eisenbahnbrücke selbst der ansonsten übervorsichtigen Freya nur ein müdes Schweifrunzeln.


Wenig später erreichen wir auf einem Abenteuerpfad das Naturfreundehaus Bondorf, wo gerade ein lustiges privates Frühlings-Waldfest im Gange ist.

 

Die jungen Leute sind alle seeeeehr gechillt angesichts der vielen Hunde und sehr bemüht, etwaige Flaschen, Scherben und potenzielle Stöber-Mülltüten aus der Hundegefahrenzone zu bringen, so schnell es ihnen im "Nach-Feuer" der durchgefeierten Frühlingsnacht eben möglich ist.

 

Eine neue Herausforderung an das Hund-Mensch-Vertrauen ist der schmale Steg, den aber alle unfallfrei bewältigen.


700 Meter und eine Kuh später sind wir am Ziel.


Ziemlich geschafft, trockenen Fußes und hundsrackermüd.


Jetzt haben wir uns eine gute Tasse Kaffee redlich verdient! - Die einen gemütlich daheim, der "harte Kern" im Schützenhaus Bondorf. Wo wir zu unserer großen Freude Ingrid (wenn au noch a bissle schebbs) und Pierre als späte "special guests" begrüßen.


... ach ja ... und der Wetterberichts-Regen kam dann auch noch: als wir gerade gezahlt hatten und uns auf den Heimweg machten ...


26.04.2015


 

Vom Pfaffenholz zum Tailfinger Wald

Bondorf, Nebringer Straße (Parkplatz beim Schützenverein)

 


       | 13 km | 60 hm

ca. 3,5 Stunden
→ Karte    mehr Fotos




Kommentar schreiben

Kommentare: 1
  • #1

    Götz (Dienstag, 28 April 2015 06:16)

    Ja, sie war anstrengend, die Tour. Vermutlich aber nur der Schwüle wegen. Der Ausblick über den kompletten Höhenzug der Schwäbischen Alb war dann aber Entschädigung genug. Wobei, gebraucht hätte es die gar nicht. Es macht immer wieder, und mehr, Spaß mit Euch durchs Gäu zu streifen. Und wieder einmal konnte man den Spruch der Musketiere auf uns übertragen: alle für einen, einer für alle. Ob es ums Wasserteilen ging oder ums Einspringen weil jemand malad ist. Ich fühl' mich pudelwohl bei Euch!!