Von Knall-Köppen und Würstchen

Hallo Leutz,

 

hier textet zur Abwechslung mal eure Bambi, denn die Menschin hat alle Hände voll zu tun.

 

Nachdem wir gemütlich ausgeschlafen hatten und ich Jette erfolgreich das Geweihknabberdings entwendet hatte, ging's um halb Neun auf den Vormittags"spaziergang". Spa-zier-gang ... das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Das heißt hier nämlich zwei Stunden durch die Pampa!

 

Und weil heute der 29.12. ist, waren um 09:03 Uhr schon die ersten Böller-Knall-Köppe unterwegs. Für die ersten beiden habe ich noch die Ohren gespitzt. Doch Jette und Paul schienen keine Notiz davon zu nehmen. Die Menschin auch nicht. Also hab ich beim dritten (weit entfernten) Böller auch kein Ohr mehr rumgedreht.

 

Jette und Paule hatten's wieder wichtig mit Schnuppern und so. Anscheinend sind die ganz wild auf Wild.

Ich bin da ja eher Gemütshund. Stecke die Nase höchstens mal mit rein, wenn's wo BESONDERS gut riecht.

 

Apropos riecht: Nach fünf Tagen Obstipation konnte ich heute nicht mehr länger an mich halten. Mitten im Wald ist's über mich gekommen ... das erste "Würstchen" fern vom Schlatthof.

Man glaubt gar nicht, über was für einen buchstäblichen "Scheiß" sich Menschen fast ein Loch ins Bein freuen.

Komische Spezies.

 

Auf dem Nachhauseweg begegnete uns dann noch das Nachbarinnenrudel. Gefühlt ein Dutzend lärmende Cockerspaniel. Pflegefrauchen hat uns aber vom Weg weg auf eine Wiese gelotst und beschäftigte Jette und Paul mit Leckerlisuchen (Auch sowas Unnötiges, wenn ihr mich fragt!). Als die Cockerbande dann endlich vorbei war, konnten wir den restlichen Heimweg antreten.

Zuhause gab's Fresschen für alle. Jette und Paule machen sich ja mit Begeisterung drüber her.

ICH weiß noch nicht so recht, was ich davon halten soll ... entweder schmeckt das Futter nicht oder es ist mir komisch aus der Schüssel zu schlabbern. Doch ich hatte die Diät-Rechnung ohne die Menschin gemacht: sie opferte ihr Mittagessen der nächsten drei Tage und briet ein ganzes Pfund Hackfleisch nur für uns Hunde, goss es mit heißem Wasser zu einer verlockend duftenden Brühe auf und gab davon einen groooooßen Schöpflöffel über meine halbe "halbe Portion", die ich täglich essen soll. Da KONNTE ich einfach nicht länger widerstehen und hab mich halb-Löffeles-weise füttern lassen. Aus der Hand! - Wie man seine Menschen zu Anfang erzieht, muss man sie hinterher schließlich auch haben !!!

 

Jetzt liegen wir hier so rum und warten drauf, dass die Menschin endlich zur Arbeit geht. Man braucht schließlich seine Verdauungsruhe!

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