Verflixte "Flexi" !!!

Kürzlich kam es in Reutlingen zu einem kuriosen und - aus Wanderwölfe-Sicht - vorhersehbar-vermeidbaren Unfall:

 

Es hatte stark geschneit. Die 58-jährige (nennen wir sie mal) "Uschi B." geht mit ihrem per Flexi "angeleinten" Jack-Russel-Terrier auf die Straße, um ihr Auto auszugraben.

 

 

Währenddessen hält das "Terror-Tier" (Abk.: Terrier) Ausschau nach Blödsinn, den er machen könnte ... und entfernt sich fleeeexxxxiiiiiiiibeeeeeelllll immer weiter von Frauchen. Quer über die Straße.

Just in diesem Moment kommt der 53-jährige "Sebastian K." mit seinem Pkw um die Ecke gebogen. Er kann die Gefahr nicht ahnen, viel weniger die ausgerollte (schwarze!) Flexi-Leine mit dem Terrier am anderen Ende erkennen. So fährt er zwar aufmerksam aber doch (bisher noch) ziemlich fröhlich an Frau B. vorüber.

 

Dabei wickelt sich die verflixte Flexileine um das reche Vorderrad von Herrn K.'s Pkw.

Man stelle sich vor: links der kleine Terrier, in der Mitte das Auto, rechts Frau B., die immer noch (nun aber krampfhaft) die Leine festhält.

 

Hund und Frauchen werden vom Auto mehrere Meter mitgeschleift. Beide erleiden Verletzungen, die ambulant behandelt werden müssen.

 

Über den Schock des Herrn K. und den Schaden an seinem Pkw sagt der kurze Zeitungsbericht leider nix.

Auch nicht darüber, ob die Terrortöle mit Geschirr oder (wahrscheinlicher!) am Halsband angeleint war.

 

Trotzdem: SOWAS IST VORHERSEHBAR UND VERMEIDBAR !!!

KEINE Flexileinen. Für niemand!

 

PS: Der Vorfall ist leider nicht ganz frei erfunden. Stand (so ähnlich) am Mo., 18.01.2016, im Schwäbischen Tagblatt.

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Kommentare: 6
  • #1

    Götz (Mittwoch, 27 Januar 2016 17:39)

    Flexileinen gehören gesetzlich verboten. Und aus erzieherischen Gründen sowieso. Aber die Vollpfostin am Ende der Leine die den Druckknopf in der Hand hat sollte man auch mal fragen ob sie noch alle Latten im Zaun hat. Wenn ich was zu sagen hätte würde da eine Anzeige wegen grober Fahrlässigkeit in Tateinheit mit gefährlichem Eingriff in den Straßenverkehr folgen. Eventuell noch eine wegen versuchter Tierquälerei. Bei so sorglosen Menschen setzt es bei mir aus...und zwar vollständig!!!!

  • #2

    Jürgen + Gespann (Mittwoch, 27 Januar 2016 17:48)

    Lohnt sich's da noch was zu schreiben? Die wo es angeht lesens warscheinlich eh nicht.... bzw. kümmern sich nicht drum. Ist ja so faul mit der Flexi... traurig! Aber: die Hoffnung stirbt zuletzt!

  • #3

    Ingrid (Freitag, 29 Januar 2016 21:40)

    Tja--das ist gelebte Flexi-Kultur! Bei unseren Flexi erfahrungen und dem obigen Fall,kann ich nur den Kopf schütteln und dir Götz voll und ganz beipflichten.

  • #4

    Angie (Samstag, 30 Januar 2016 08:32)

    Also da kann die Flexi-Leine eigentlich nichts dafür...das hätte genauso gut mit einer Schleppleine passieren können (auch da gibt es dünnere schwarze Modelle). Man kann schließlich nicht alles verbieten, nur weil es Deppen gibt, die nicht richtig damit umgehen können! Dann müsste man noch viiieeel mehr verbieten.

  • #5

    Uwe (Montag, 01 Februar 2016 23:42)

    Ich kann die ganze Aufregung nicht verstehen :-( und muss Angie Recht geben, ich benutze seit 8 Jahren von Zeit zu Zeit auch eine Flexi Leine (stabile Ausführung) wenn ich sie benutze leistet sie mir immer hervorragend ihren Dienst, es kam auch noch nie zu einer gefährlichen Situation, jede dieser Leinen hat einen Stopp und Arretier Sperre, bei richtiger Handhabung kann da gar nichts passieren, schadet dem Hund in keinster Weise, da sind die ganzen Schleppleinen und Leinen von 2 oder mehr Metern genauso gefährlich. In diesem Sinne weiterhin viel Spass beim Gassi gehen "mit oder ohne FLEXI"

  • #6

    Cordula (Donnerstag, 11 Februar 2016 11:15)

    Ja, ich stimme euch zu. Aus ganzem Herzen. Allen!
    Das PROBLEM ist IMMER das zweibeinige Ende der Leine.
    Egal wie kurz oder lang, wie flexibel oder eindimensional die sein mag ...